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SensorikPackenCheckliste

Ein Sensory-Kit für den Flughafen zusammenstellen

TravelMaud Redaktionsteam3 Min. Lesezeit
Bunte, gestapelte Silikon-Pop-it-Fidget-Spielzeuge auf einem weichen grauen Pullover.

Flughäfen kombinieren mehrere sensorische Belastungen gleichzeitig: ständige Durchsagen, Leuchtstoffbeleuchtung, Menschenlärm, ungewohnte Texturen (Sicherheitsschalen, Scanner-Oberflächen) und lange, unvorhersehbare Wartezeiten. Ein Sensory-Kit beseitigt das nicht, gibt Ihnen aber Werkzeuge, um die Auswirkungen im Moment zu verringern. Stellen Sie Ihr Kit gezielt nach dem jeweiligen Sinn zusammen, den es unterstützen soll, statt es allgemein zu packen.

Für den Hörsinn

  • Lärmreduzierende Kopfhörer oder Ohrstöpsel. Over-Ear-Kopfhörer (mit oder ohne Musik/weißes Rauschen) reduzieren die Gesamtlautstärke meist wirksamer als In-Ear-Kopfhörer.
  • Ein geladenes Handy oder einen eigenen Player mit vorab heruntergeladenem Audio (Offline-Playlists, weißes Rauschen oder ein Hörbuch), damit Sie nicht auf das WLAN des Flughafens angewiesen sind.

Für den Sehsinn

  • Sonnenbrille oder getönte Brille, auch drinnen, falls Leuchtstoffbeleuchtung ein Auslöser ist. Viele Ruheräume dimmen das Licht, Gate-Bereiche und Sicherheitshallen in der Regel jedoch nicht.
  • Eine Kappe oder Kapuze, um Ihr Sichtfeld in hellen oder visuell unruhigen Bereichen zusätzlich zu kontrollieren.

Für Tastsinn und Textur

  • Ein vertrauter Fidget-Gegenstand, der klein genug ist, um problemlos durch die Sicherheitskontrolle zu kommen (prüfen Sie die aktuellen Sicherheitsbestimmungen, falls Sie sich bei einem bestimmten Gegenstand unsicher sind).
  • Ein weiches Kleidungsstück oder eine kleine Decke/einen Schal für den Flug selbst, besonders hilfreich, wenn Kabinenmaterialien oder -temperatur unangenehm sind.

Für Unvorhersehbarkeit

  • Einen schriftlichen Reiseablauf (siehe unseren Reiseplanungsleitfaden), damit der Tagesablauf im Voraus bekannt ist, statt sich erst in Echtzeit zu zeigen.
  • Eine geladene Powerbank. Ein leerer Handyakku nimmt Ihnen genau in dem Moment den Zugriff auf Reiseablauf, Audio und Kommunikation mit Reisebegleitung, in dem Sie sie am meisten brauchen könnten.
  • Eine Karte oder Notiz (physisch oder auf dem Handy), die kurz erklärt, welche Unterstützung Sie brauchen könnten, für Momente, in denen Sprechen schwerer fällt als sonst.

Für den Körper

  • Snacks, von denen Sie schon wissen, dass Sie sie essen. Ungewohnte oder verzögert verfügbare Essensoptionen sind ein häufiger, vermeidbarer Stressfaktor.
  • Eine wiederbefüllbare Trinkflasche (leer durch die Sicherheitskontrolle, danach auffüllen).
  • Regelmäßig benötigte Medikamente, im Handgepäck statt im aufgegebenen Gepäck, mit ausreichend Puffer für Verzögerungen.

So packen, dass es nutzbar ist, nicht nur dabei

Ein Sensory-Kit hilft nur, wenn Sie es erreichen können, ohne Ihre ganze Tasche in einem überfüllten Gate-Bereich auszupacken. Bewahren Sie es zusammen in einer kleinen Tasche oben in Ihrem Handgepäck auf, und informieren Sie sich vor der Reise, welche Flughäfen auf Ihrer Route einen Ruheraum oder Sensory Room haben, in dem Sie diese Gegenstände mit mehr Platz und weniger Aufmerksamkeit nutzen könnten. Unser Flughafenverzeichnis listet dies, wo es dokumentiert ist.